Der Heimatverein Vorsfelde

Die Volkstanzgruppe des Heimatvereins Vorsfelde wurde 1m 17. Mai 1995 vom Vorsitzenden Dr. M. Leopold gemeinschaftlich mit Erika Rötz als Tanzleiterin gegründet. Schon nach kurzer Zeit war allen Beteiligten klar, daß die Braunschweiger Tracht dazugehört. Darauf trat die Gruppe dem Landestrachtenverband bei und holte sich Unterstützung bei Karin Mahlmann von den Steinbekers aus Nordsteimke. In Eigenarbeit wurden die Trachten geschneidert. Die Vorlagen fanden sich in Museen und Büchern. Nachdem die ersten öffentlichen Auftritte noch ohne Tracht stattfanden, zeigte sich die Gruppe ab Anfang 1996 in der Braunschweigischen Sonntagstracht. Nach kurzer Suche fand die Gruppe Aufnahme im Haus der Kirche im Rektorweg.

Ein Problem stellte die Männerquote dar. Es war nicht möglich mehr als 4 Männer gleichzeitig in der Gruppe zu haben und das, obwohl 1999 mit 26 Tänzerinnen und Tänzern die bisherige Höchstzahl erreicht war.

Während der gesamten Zeit des Bestehens hat die Volkstanzgruppe, bis auf wenige Ausnahmen, an den Umzügen der Schützenbrüderschaft und der Kyffhäuserkameradschaft in Tracht teilgenommen. Ab 1997 beteiligte sich dir Gruppe auch am Erntedankfest. So wurde die von den Landfrauen gebundene Erntekrone in die Kirche begleitet und nach dem Gottesdienst erfolgte ein Auftritt auf dem Markt zum Erntedankfest.

1997 fuhr die Trachtengruppe erstmalig zum Tag der Niedersachsen nach Nienburg. Neben dem Landestrachtenfest waren dies feststehende Termine. Bei beiden Veranstaltungen trat die Gruppe im Bühnenprogramm auf und nahm am abschließenden Umzug teil. Damit wurde die Volkstanzgruppe zu einem regelmäßigen Botschafter in anderen niedersächsischen Städten für Vorsfelde. Gut 25 norddeutsche Städte wurden deswegen besucht.

Im November 1997 wurde eine Kindergruppe gegründet, die leider nur bis 2001 Bestand hatte.

Viel Freude hat es der Gruppe bereitet bei Ereignissen wie dem Bromer Burgfest (1998), in Oebisfelde (erstmals 1998), beim Wendschotter Bauernmarkt (seit 1999), der Drömlingmesse (seit 1999) oder der Landesgartenschau (2004) teilzunehmen. Bei vielen Familienfeiern, Vereinsjubiläen oder Ortsjubiläen ist die Volkstanzgruppe aufgetreten. Zuletzt (2012) hat die Gruppe die Steinbekers besucht und zu ihrem 25jährigen Bestehen gratuliert.

2003 verstarb das langjährige Mitglied Dieter Günther, der lange Zeit Hahn im Korb gewesen ist und sich vielseitig für die Gruppe eingesetzt hat. Im selben Jahr schied auch Erika Rötz aus und die Leitung der Gruppe übernahm Brigitte Schulze, die 2008 aus Altersgründen ihr Amt an Rosita Tanucci weitergab. Unter ihrer Leitung wurden einige moderne Tänze in das Programm aufgenommen und der erste gemeinsame Auftritt mit den Drömlingsängern in die Tat umgesetzt. Zu dem Lied „Antje“ führte die Volkstanzgruppe einen selbst choreographierten Tanz aus Volkstanzelementen auf. 2010 Wurde zur Entlastung von R. Tanucci Anke Vaglica mit der Leitung des Tanztrainings beauftragt. Nach ihrem Ausscheiden übernahm Bärbel Hage dieses Amt.

Seit 2005 unternimmt die Gruppe jedes Jahr eine gemeinsame Fahrt. Die erste ging nach Berlin in den Friedrichstadtpalast zu dem Musical „Hexen Hexen“, die letzte in Verbindung mit einer Schiffahrt auf der Donau nach Wien.


Für den Kalender:

Die Volkstanzgruppe übt jeden Freitag von 14:00 bis 16:00 Uhr im alten Gemeindehaus, Amtsstr 10. Besucher, die vielleicht auch bleiben, sind immer gerne gesehen.


Braunschweiger Sonn- und Feiertagstracht


Diese Tracht wurde im Herzogtum Braunschweig bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts getragen. Typisch ist der rote Rock mit dem grünen Saum, dem Trump, der breite Kragen, die Frese und das bestickte Schultertuch. Bei und wird als Haube von den Frauen der „Eidop“ getragen. Der Name kommt daher, daß unter ihn ein Ei passt.

In der Volkstanzgruppe des Heimatverein Vorsfelde sind alle Tücher nach alten Vorlagen gearbeitet. Jedes ist aber ein Unikat. Falls Sie Interesse haben, sprechen Sie uns gerne an.

Die Männertracht ist schlichter. Neben der Kniebundhose sehen Sie die zweireihige rote Weste. Die Zahl der Knöpfe zeigte, wie auch beim Mantel an, wie wohlhabend der Träger war.

Die Strumpffarbe war für beide Geschlechter gleich. Zum Kirchgang waren die Strümpfe weiß, sonst blau.

Falls Sie mehr wissen wollen, können Sie in der „Trachtenkunde“ von Kretschmer oder in der „Braunschweiger Volkskunde“ von Andree weitere Informationen finden.